Projektbeschreibung

InTra Beratung

Logo InTra

Mit und für Euch

im Gespräch

bleiben ...

 

Projektbeschreibung und Geschichte

 

InTra Beratung ist 2013 als private Initiative und als Projekt zur Unterstützung von Menschen mit geschlechtsvariablen/gegengeschlechtlichen Körpermerkmalen bzw. als psycho-soziale Beratungsstelle für die Themen rund um Trans*, Inter*, Cis* und queeres Leben durch Josephine Beier in München ins Leben gerufen wurden. Auslöser war die im Mai 2013 stattgefundene Trans*Tagung, bei der ersichtlich wurde, dass das Beratungsangebot im deutschsprachigem Raum noch sehr viel Aufbauarbeit benötigt.

 

Bereits ein Jahr später wurde ersichtlich, dass die räumliche Beschränkung auf die bayerische Landeshauptstadt aufgebrochen werden musste, da immer mehr Anfragen aus dem Bundesland selbst und später sogar aus Österreich bei InTra Beratung eintrafen. Zusätzlich öffneten wir das Angebot von einer reinen Beratung für Menschen mit transsexuellem bzw. transidentem Hintergrund um die Thematik Intersexualität. Daraus entstand dann auch die Namensgebung:

 

In inter = zwischen (lat.)

Tra trans = hinüber, jenseits (lat.)

InTra intra = innerhalb (lat.)

 

Nach dem sich immer mehr Menschen in der Beratung engagieren wollten und sie dafür eine Organisation suchten, unter derem Dach sie dies anbieten konnten, schlossen sich über die bayerischen Grenzen hinweg Berater*innen zusammen und agierten ab 2015 unter dem Namen: InTra Beratung. Ebenfalls in diesem Jahr erweiterten wir unser Beratungs- und Hilfeangebot um die Thematik Gewalt in Zusammenhang mit Homo-, Trans- und Interphobie, Opferhilfe, Inklusion von Menschen mit Beeinträchtigung sowie Flüchtlingshilfe. Dafür gingen wir in Kooperation mit dem Verein "Schaut hin e.V."

 

Seit Anfang 2016 arbeiten wir nun intensiv daran, die Beratungsfirma als niederschwelliges psycho-soziales Angebot in mehreren Bundesländern zu etablieren.

 

Menschen unter dem Regenbogen

 

Schnell entwickelte sich eine enge Zusammenarbeit mit verschiedenen Organisationen und Institutionen in der LGBTTIQ* Community oder besser "Menschen unter dem Regenbogen". Bis zum CSD (Christopher Street Day) in München 2014 und der In(n)Love in Innsbruck befand sich InTra Beratung unter dem Dach des VivaTS München e.V. Danach entwickelte sich die Initiative immer weiter zu einer professionellen und eigenständigen Beratungsstelle.

 

So entstanden in kurzer Zeit neben dem ersten Standort in Bayern weitere in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Brandenburg und zukünftig auch in Thüringen.

 

Heute sind wir bereits Mitglied im Landesnetzwerk LSBTTIQ* Baden-Württemberg, arbeiten mit der Trans*Tagung, dem Netzwerk Trans* und dem Behandlernetzwerk in München zusammen, sind in engem Kontakt mit der Landeskoordinierungsstelle für LesBiSchwule & Trans* Belange des Landes Brandenburg sowie AndersARTiG - LesBiSchwules Aktionsbündnis Land Brandenburg e.V. und unterstützen die Organisationen "100% Mensch", "Ehe für Alle", "ENOUGh is ENOUGH open your mouth".

 

Zusätzlich pflegen wir einen sehr engen Kontakt mit der Hosi Tirol, dem Magazin "rainbow UNITED", dem ATME e.V. (Aktion Transsexualität und Menschenrechte e.V.), dem VTSM e.V. (Verein Transsexuelle Menschen e.V.) sowie der VIMÖ (Verein Intersexueller Menschen Österreich) und sind Unterzeichner*innen der Waldschlösschen-Erklärung und der Stuttgarter-Erklärung.

 

Auszeichnungen und Preise

 

2016 haben wir die Arbeit von InTra Beratung verschiedenen Stiftungen und Förderern vorgestellt...

 

Im Oktober 2016 erfolgte die erste Auszeichnung für unser Engagement durch den dm-Preis: HerferHerzen.

 

Seit 2017 sind wir nun dabei unsere Angebote nicht mehr in einer Firma anbieten zu wollen, sondern um endlich die Gemeinnützigkeit erreichen zu können, werden wir alles dafür tun, nun doch einen Verein zu gründen.

 

 

 

Unser Selbstverständnis und Beratungsangebot

 

Wir sehen unsere Ratsuchenden als unsere Schützlinge an, die entweder persönlich oder durch den Kontakt mit Betroffenen mit der Thematik Geschlecht und Geschlechtlichkeit konfrontiert sind und handeln auch entsprechend. Wir unterliegen zwar selbst bisher keinem gesetzlichen Datenschutz, jedoch nehmen wir diesen als eine unserer höchsten selbstauferlegten Vorgaben sehr ernst. Allein das Offenbarungsverbot des TSG (Transsexuellengesetz) ist dabei ein Pfeiler unserer Arbeit. Zusätzlich arbeitet Intra Beratung stets unter Beachtung des Selbstbestimmungs- und Selbstdefinitionsrechts. Jede*r Mitarbeiter*in verpflichtet(e) sich zusätzlich nochmals die Würde des Menschen und die Unversehrtheit des Körpers eines Individuums nicht nur anzuerkennen, sondern auch dafür zu kämpfen, dass Verletzungen durch Homophobie, Bi- und Panphobie, Transphobie, Interphobie, Xenophobie und Behindertenfeindlichkeit in Zukunft nicht mehr Thema sein werden. Wir setzen uns für Vielfalt und eine bunte Gesellschaft ein, in der der einzelne Mensch keine Befürchtungen haben muss, durch sein Wesen, seinen Körper oder durch das äusserer Erscheinungsbild und Kleidung diskriminiert oder angegriffen wird.

 

Im deutschsprachigem Raum gibt und gab es bereits viele Institutionen, die als Anlaufstellen dienen. Insbesondere wird hier Hilfe durch Selbsthilfegruppen und Vereine angeboten. Im Vordergrund steht dabei meist der Austausch von Menschen, die ähnliche oder gleiche Erfahrungen sammeln oder gesammelt haben. Diese Arbeit unterstützt InTra* Beratung selbstverständlich, denn es bedarf einfach noch immer Schutzräume, in denen sich Betroffene ohne äußere Zwänge austauschen können!

 

In diesen Einrichtungen wird bereits heute Beratung und Begleitung angeboten. Bisher fehlt(e) leider nach unserer Beobachtung eine Möglichkeit, über die SHG-en hinaus, sozial-beratend in fortlaufenden Einzel-Gesprächen mit einer*m Berater*in in Kontakt zu treten, welche*r jedoch außerhalb des therapeutisch-medizinisch-rechtlichen Bereiches steht.

 

Diese Vertrauens-Person sollte für all die Belange und Fragen ansprechbar sein, die in der Gruppe nicht gestellt werden können oder durch den betroffene Menschen nicht gestellt werden möchte. Daher ist eine grundsätzliche Voraussetzung für die Arbeit bei InTra Beratung, dass die hier tätigen Personen für und mit Menschen arbeiten können und wollen.

 

Wichtig ist uns dabei:

 

  • eine ausgeprägte Empathie,
  • ein sehr gutes Krisenmanagement,
  • eine enge Teamzusammenarbeit,
  • ein hohes Maß an sozialem Engagement,
  • eine Aus- oder Weiterbildung im Beratungssektor oder ein Studium in der Sozialen/psychologischen Arbeit
  • ein steter Wille, sich in den Thematiken weiterzubilden.

 

Wir wollen Dir einfach sehr gute (semi-)professionelle Berater*innen zur Seite stellen,

denn Du bist die Hauptperson!

 

Um einigen Befürchtungen bereits einmal vorzubauen:

 

Wir sehen die Arbeit, die bereits heute von vielen Menschen im Bereich geschlechtsvariabler Körpermerkmale, Trans*/Inter* und queerem Leben geleistet wird, als besonders wichtig an! InTra Beratung will diese Mitstreiter*innen unterstützen und in keinster Weise in Konkurrenz zu diesen treten! Wir sehen uns als Ergänzung des sozialen Angebotes und nicht als losgelöst davon!

 

Außerdem sind wir in der Beratung darauf angewiesen, dass es sehr aktive Menschen gibt, die sich besonders politisch und gesellschaftlich für UNS stark machen. Nur auf einer solch guten Basis können wir überhaupt erst gut aggieren. Dafür schon einmal an EUCH unser Dank!